Diamantbestattung

Kurzdefinition: Bei einer Diamantbestattung wird ein Teil der Asche der verstorbenen Person in einen synthetischen Diamanten umgewandelt, den Angehörige als persönlichen Erinnerungsträger behalten dürfen. Die Diamantbestattung ist eine Sonderform der Feuerbestattung: sie setzt eine Kremation voraus, und ein Teil der Asche wird nach der Kremation ins Herstellungslabor übergeben.

Wie ein Erinnerungsdiamant entsteht

Aus der Asche wird der Kohlenstoff extrahiert. In einer Hochdruck-Hochtemperatur-Kammer (HPHT-Verfahren) wird dieser Kohlenstoff über mehrere Wochen zu einem synthetischen Diamanten kristallisiert — chemisch und physikalisch identisch mit einem natürlichen Diamanten. Größe, Schliff und Farbe können in gewissen Grenzen vorab festgelegt werden. Nach Fertigstellung erhält jeder Diamant ein Zertifikat mit den technischen Kenndaten. Der übrige Teil der Asche kann klassisch bestattet werden — als Urnengrab, Baumbestattung oder Seebestattung.

Kooperation mit Algordanza

Reinecke Bestattungen arbeitet für die Diamantbestattung mit der Algordanza Erinnerungsdiamanten GmbH zusammen, einem der etablierten Anbieter in diesem Bereich. Die Herstellung erfolgt in einem spezialisierten Labor mit dokumentierter Rückverfolgbarkeit. Alle Angehörigen erhalten am Ende einen Zertifikatssatz zur Herkunft und den Merkmalen des Diamanten.

Preisrahmen

Diamantbestattungen beginnen bei etwa 4.210 Euro; die tatsächlichen Kosten hängen von Größe (in Karat), Schliff (Rohkristall oder geschliffen), Farbe und Fassung ab. Der Betrag umfasst die Herstellung des Diamanten inklusive Zertifikat. Kremation, Trauerfeier und die klassische Beisetzung der übrigen Asche werden separat kalkuliert. Reinecke Bestattungen erstellt auf Wunsch ein transparentes Gesamtangebot.

Rechtlicher Rahmen

Die Diamantbestattung ist in Deutschland zulässig, weil die eigentliche Beisetzungspflicht mit der Beisetzung der übrigen Asche in einer klassischen Grabform erfüllt wird. Der Erinnerungsdiamant selbst gilt rechtlich als hergestelltes Erzeugnis aus dem Ascherest und darf im privaten Besitz behalten werden. Reinecke koordiniert alle notwendigen Formalitäten.

Abgrenzung

Ein Erinnerungsdiamant ist kein natürlicher Diamant im Sinne eines geologisch gewachsenen Steines: er ist labortechnisch aus der Asche kristallisiert. Er ist aber chemisch und physikalisch ein echter Diamant, kein Imitat. Die Diamantbestattung ist auch keine vollständige Ersatzbestattung: ein Teil der Asche wird immer zusätzlich klassisch beigesetzt.

Häufige Fragen

Wie viel Asche wird für einen Diamanten benötigt?

Für einen Erinnerungsdiamant wird nur ein kleiner Teil der Asche verwendet — typisch einige hundert Gramm. Der überwiegende Teil der Asche steht weiterhin für die Beisetzung zur Verfügung.

Wie lange dauert die Herstellung?

Etwa sechs bis neun Monate von der Ascheübergabe bis zur Auslieferung des fertigen Diamanten, je nach Größe und Auslastung des Herstellungslabors.

Kann ich mehrere Diamanten für unterschiedliche Angehörige herstellen lassen?

Ja. Aus der Asche einer verstorbenen Person können mehrere Diamanten für verschiedene Familienmitglieder hergestellt werden. Reinecke berät zur passenden Aufteilung.

Ist die Diamantbestattung eine Alternative zur klassischen Bestattung?

Sie ist eine Ergänzung, keine vollständige Alternative. Nach deutschem Recht ist ein Teil der Asche klassisch zu beisetzen — als Urnengrab, Baumbestattung oder Seebestattung. Der Erinnerungsdiamant ist ein zusätzlicher, persönlicher Erinnerungsträger.

Diamond burial (Diamantbestattung)

Definition: A diamond burial converts part of the deceased’s ashes into a synthetic memorial diamond that families may keep as a personal memento. It is a special form of cremation: cremation is required, and a portion of the ashes is sent to the production laboratory afterwards.

How Reinecke organises diamond burials

Reinecke Bestattungen partners with Algordanza Erinnerungsdiamanten GmbH. The diamond is produced from the extracted carbon of the ashes using a high-pressure high-temperature (HPHT) process and is chemically and physically identical to a natural diamond. Every diamond comes with a certificate. Prices start from around 4,210 euros depending on size, cut, colour and setting. The remaining ashes are buried in a classical form.

FAQ

How long does production take?

Approximately six to nine months from handover of the ashes to delivery of the finished diamond, depending on size and laboratory workload.

Is diamond burial an alternative to classical burial?

It is a complement, not a full alternative. Under German law a portion of the ashes must be buried in a classical form; the memorial diamond is an additional, personal memento.

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